CO2 – Die tödliche Bedrohung

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Um es mal vorweg zu nehmen, inwiefern sich CO2 auf den Treibhauseffekt auswirkt wird nachfolgend nicht behandelt, vielleicht werde ich da mal separat eine Thema zu eröffnen.

Kohlenstoffdioxid ist ein farb- und geruchsloses Gas, welches mit etwa 0,04% ein natürlicher Bestandteil unserer Atmosphäre ist. In dieser Konzentration stellt es für uns keine Bedrohung dar, obwohl es schwerer als Luft ist und sich am Boden sammeln kann. Durch die geringe Konzentration in der Luft und den Wind kommt es jedoch nicht zu gefährlichen Ansammlungen am Boden.

CO2 entsteht bei allen Verbrennungen Kohlenstoffhaltiger Substanzen wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist. Zudem ist es ein Abfallprodukt der Zellatmung, daß über die Ausatemluft wieder ausgeschieden wird. Ein Mensch gibt somit im Laufe seines Lebens etwa eine Menge von 1,2 Tonnen an seine Umwelt ab.
Im Gegensatz dazu sind Pflanzen in der Lage sich das CO2 zu nutze zu machen, bei der Photosynthese zum Beispiel wird CO2 mit Hilfe des Sonnenlichtes zu Glukose umgewandelt.

Kommt es zu höheren Konzentrationen an CO2 kann es sehr gefährlich werden. Alles unterhalb einer Konzentration von 0,3% gilt auch bei dauerhaftem einatmen als gesundheitlich unbedenklich.
Die Maximale Arbeitsplatzkonzentration, kurz der sogenannte MAK-Wert liegt bei 0,5%.
Ab 1,5% müssen wir bereits 40% mehr Atmen um das gleiche Luftvolumen unserem Körper zuzuführen wie es unter einer normalen CO2-Konzentration der Fall wäre.
Bei einer Konzentration von 5% treten zunächst Kopfschmerzen, dann Schwindel und Bewußtlosigkeit ein. Ist man einer Konzentration Oberhalb 8% ausgesetzt tritt nach 30-60 Minuten der Tod ein.

So kam es 1986 in Kamerun zu einer Katastophe als an den Kraterseen Nyos und Monoun durch unterirdische Vulkanausbrüchen große Mengen an CO2 ausgestoßen wurden. In einem Umkreis von 25 Km bildete sich eine derart hohe Konzentration das damals etwa 1800 Menschen ums Leben kamen. geschockt

Forscher warnen davor, daß genau an den beiden Kraterseen es zu erneuten CO2-Ausbrüchen kommen kann. Um derartiges zu verhindern wird dort das unterirdisch gespeicherte Gas abgepumpt und in etwa 200 Metern höhe in die Luft geleitet.

Ebenfalls bekannt für seine Gefahren ist die Hundsgrotte in der nähe von Neapel, dort ersticken viele Tiere aufgrund der hohen Konzentration in Bodennähe. Dort könnte es bei großen CO2-Ausstößen zu einer Katastrophe wie einst in Kamerun kommen. geschockt
Gefahren gehen ebenfalls von Brunnenschächten und Gärkellern aus, auch wenn diese bei weitem nicht derartig erschreckende Auswirkungen haben.

PS. Die Abkürzung E290 steht bei den Lebensmittelzusatzstoffen für Kohlenstoffdioxid.
Kohlenstoffdioxid ist nicht wie fälschlicherweise häufig angenommen die in Getränken vorkommende Kohlensäure.
Die Kohlensäure H2CO3 entsteht aus Kohlenstoffdioxid und Wasser.