/~Der Sinn des Seins~\

Death Silence
Nun, diese Frage stelle ich mir jeden Tag und irgendwie sind alle Antworten falsch und richtig. Falsch als allgemeine Antwort und richtig als subjektives Empfinden. Kommt auch drauf an, wie man die Wirklichkeit wahrnimmt. Ich für mich habe eine gute Definition gefunden. Der Sinn des Seins ist zu leben und zu sterben. Kreislauf der Natur. Ein Lebewesen kommt in diese Welt egal ob es will oder nicht mit all seiner Schönheit...mit allen Fehlern...und dann geht es auch von dieser Welt. Ganz einfach. Nur irgendwie sind es die ganz kleinen Dinge, die das Leben so ausmachn.... z.B wenn man wen trifft und denkt: Huh, das ist n Zufall. Naja, das meiste was ich hasse ist, immer wieder jeden Morgen aufzuwachen und dann kommt der typische Tagesablauf. Es sind qualvolle Schmerzen, wenn mir die Morgensonne aufs Gesicht scheint, deshalb ist bei mir fast immer dunkel...:evil1:

Und naja...irgendwie glaube ich, dass einige Dinge im Leben einfach so geschehen müssen, damit mit zu dem wird, was man werden soll.... Ich versuchs mal zu erklären wie Buffy*g* Also....ich bin ein Kuchenteig....und ich forme so langsam vor mich hin und bekomme die Zutaten im Laufe der Jahre....und eines Tages werde ich dann erkennen......ich bin fertig...ich bin ein Kuchen.... Ein Kuchen mit guten und schlechten Seiten. Ach, lassen wir diese Kuchen-Analogie....:doof:

Und irgendwie...Beginn ist die Geburt und das Leben könnte sowas wie ein langsames Sterben sein und, wenn der Tod dann eintrifft, ist man endlich tot....... Das Leben könnte sowas, wie ein ggaaaannnzzz langsames Dahinsterben sein.....die Schönheit verblaßt.....die Kräfte schwinden.....


Was ist für euch der Sinn des Lebens.?
Luicia
Wir haben das am Freitag in der Schule besprochen. Ich finde einen richtigen Sinn macht das Leben gar nicht. Wir Leben um schöne und schlechte Zeiten zu haben und irgendwann sterben wir. Ob man sich jetzt das Leben schön macht oder schwer liegt bei jedem. Ich denk jeder lebt um viele Momente ob gut oder schlecht zu erleben und daraus zu lernen.
Pyro
Der Sinn des Lebens... jetzt könnt ich wieder ne gute halbe Stunde als Einleitung schreiben, aber das will ich euch Mal ersparen. Nun ja, ich sehe in meinem Leben nicht wirklich einen Sinn, was aber nicht heißt, dass ich das morgen beende. Nein. Ich sehe halt keinen Sinn darin. Wie Fallen Angel sagte durchleben wir gute und schlechte Seiten. Doch ein tieferer Sinn scheint nicht dahinter zu stecken. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem das Ganze beendet wird. Früher oder später, das ist variabel.
Wir lernen im Leben viel dazu, doch nützt uns das leider nichts. Wenn der Tag gekommen ist, ist es vorbei, all das, was wir gelernt haben, ist verschwunden, gelöscht, einfach weg und nicht wieder aufrufbar. Also hat es einen Sinn? Es scheint mir eher als Zeitvertreibung...

lg

Pyro
Death Silence
Hmmm....joa, das wird es sein: einfach zur Fortpflanzung....
Naja, jetzt würde dazu kommen, ob man an sowas glaubt, wie die Seele.....also ich glaube an die Reinkarnation=Wiedergeburt.... Deshalb is mein Weltbild auch so, dass ich es nicht als Frust empfinde, wenn ich sterbe*g* Hmmmm, weil ohne irgendeinen Grund....das wäre wirklich Zeitvertreib und dann könnten die Menschen sowieso alle auf ein Mal Selbstmord begehen und dann wäre wieder Frieden auf dieser Welt. Diese Frage geht vielleicht über den Verstand des Menschen, weil immer wenn ich drüber nachdenke, komm ich von einem zum anderen und dann tut mein gehirn weh *ggg* :plemplem:

Naja....kA...wenn wir wiedergeboren werden, dann scheint die "Seele" zu lernen. Könnte so sein, wenn man daran glaubt. Unser Leben wird sowieso von dem beherrscht, was wir glauben. Wer nicht an irgendwas glaubt, egal, wie es sich anhört...ist unfähig zu existieren. Gäbe es dieses Glauben nicht, dann gäbe es auch keine Menschen.
Luicia
Zitat:
Original von Balthasar17
Hmmm....joa, das wird es sein: einfach zur Fortpflanzung....


Ist auch ein Grund denk ich. Wir leben um neue Generationen zu erschaffen.
Mary
Der Sinn des Seins ist glücklich zu sein...
WEnn ich glücklich bin, dann spüre ich das ich lebe.
Aber das kann man nicht verallgemeinern ..
Ich denke der Sinn des Lebens ist, das man seinen Sinn, einen perösnlichen Sinn, für sich selber, findetAugenzwinkern
Ansosten, glaube ich an Wiedergeburt.. also vll ist der Sinn auch einfach zu sterben .. gott.. jetzt kann ich nicht mehr aufhören nachzudenken -.-
Desire
Ich denke nicht dass das Leben einen bestimmten Sinn hat.
Ich hab mehrere Möglichkeiten aufgestellt, die möglich sein könnten (+gah+...ich red scho wieda ziemlich verkorkst...^^)...

- Wir leben, um zu sterben
- Wir leben, um das Beste draus zu machen
- Wir leben, um die schönen, wenn auch kleinen Momente zu genießen
- Der Sinn des Lebens ist, den Sinn des Lebens zu suchen (?!)
- Das Leben hat zwar keinen Sinn, aber es ist auch nicht sinnlos.

Alles in allem find ich ist das beste eine mischung aus dem allen...einfach versuchen das beste draus zu machen und sich auch über die kleinen Momente freuen...der Alltag (und ich hasse ihn und brauche ihn doch gleichzeitig um nicht völlig in Depressionen zu stürzen) ist schon schlimm genug, aber ich versuche, es von der andern Seite zu sehen ... hmm...ein absolut komplexes und kompliziertes Thema...^^
Angel without Wings
Ich finde das was Desire gesagt hat ist das was ich auch denke ^^ bzw. mir darunter vorstelle ..

Ich les derzeit ein Buch und es war ein schicksalschlag.. davor hat sie gelebt wie jeder anderer täglich das gleiche..auf sich und die Familie schaun..
dann war dieser schicksalschlag .. es hat sich alles verändert - sie war nicht mehr die gleiche und dass kann man auch nicht verlangen.. aber durch sowas setzt man sich auch für andre ein das ihnen das nicht passiert.. eine sache wo man anderen hilft.. man wird sich klarer was man im Leben erreichen will und was man ändern will.
Marvin
Zitat:
Original von Fallen Angel
Zitat:
Original von Balthasar17
Hmmm....joa, das wird es sein: einfach zur Fortpflanzung....


Ist auch ein Grund denk ich. Wir leben um neue Generationen zu erschaffen.


Nein. Das denke ich nicht. Natürlich ist es ein Teil des Lebens sich fortzupflanzen, aber es ist nicht der Sinn des Lebens.
Meiner Meinung nach besteht der Sinn des Lebens darin glücklich zu werden und seiner eigenen Bestimmung die wohl jeder von uns hat nachzugehn. Ich glaube auch durchaus an Reinkarnation, wobei ich denke das es nur ein Weg der Seele ist. Jeder kann durchaus selbst bestimmen was aus ihm geschieht.
Das wichtigste im Leben ist meiner Meinung nach das man so lebt wie es einem gefällt. Leute die sich gern immer mit Drogen vollpumpen sollen es machen, wenn sie wirklich denken das es richtig für sie ist, wenn sie es als 'ausweg' benutzten um irgendwelchen Problemen aus dem Weg zu gehn sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus.
Luicia
Zitat:
Original von Jonas
Zitat:
Original von Fallen Angel
Zitat:
Original von Balthasar17
Hmmm....joa, das wird es sein: einfach zur Fortpflanzung....


Ist auch ein Grund denk ich. Wir leben um neue Generationen zu erschaffen.


Nein. Das denke ich nicht. Natürlich ist es ein Teil des Lebens sich fortzupflanzen, aber es ist nicht der Sinn des Lebens.
Meiner Meinung nach besteht der Sinn des Lebens darin glücklich zu werden und seiner eigenen Bestimmung die wohl jeder von uns hat nachzugehn. Ich glaube auch durchaus an Reinkarnation, wobei ich denke das es nur ein Weg der Seele ist. Jeder kann durchaus selbst bestimmen was aus ihm geschieht.
Das wichtigste im Leben ist meiner Meinung nach das man so lebt wie es einem gefällt. Leute die sich gern immer mit Drogen vollpumpen sollen es machen, wenn sie wirklich denken das es richtig für sie ist, wenn sie es als 'ausweg' benutzten um irgendwelchen Problemen aus dem Weg zu gehn sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus.


Dann hat mein Leherer einen totalen Blödsinn erzählt großes Grinsen . Aber du hast schon recht. Wir leben um Erfahrungen zu sammeln, um ein glückliches Leben zu führen, aber dazu gehört halt auch Familie. Wenn ich mir so vorstelle wieso wir eigentlich geboren worden sind kommts mir so vor als wüsste ich nie eine Antwort. Ich denk halt wir leben einfach um eine schöne Zeit zu haben, um wie schon gesagt Erfahrungen zu sammeln, ob gute oder schlechte. Wir leben um die Ziele, die man sich gesetzt hat zu erreichen.
decaying corpse
'desire's sprüche' (sie hat sie ja net geschrieben - aber gepostet) drücken eigentlich alles aus was ich 'fühle' oder dazu sagen würde.
ich finde auch, man kann ja net allgemein sagen 'ja, alle leben für ihre familie & ihre freunde" oder um was gutes zu tun, reich zu werden oder was es sonst noch alles gibt. jeder hat individuelle vorstellungen vom sinn des lebens..

ich kann sagen, ich lebe um meine ziele zu erreichen, die ich mir gesetzt habe..ich möchte nicht sagen das ich für meine freunde leben, aber sie sind mir eine unglaubliche stütze (man muss es echt mal so sagen) und geben mir eine gewisse freude im leben, wenn man es so ausdrücken kann. ich möchte irgendwie auf einmal so viel erleben, die welt sehen usw. usw. es gibt eben noch so viel, wo ich finde, das es sich lohnt zu leben..

ich weiß nicht, ob es daran liegt, das heute ein guter tag ist, oder sich heute einfach meine sicht der welt verändert hat, aber irgendwie empfinde ich so. :))
Shade
ich hab mir diese Frage schon so oft gestellt, dass ich einen Text darüber verfasst habe...
Ich schreibe oft Kurzgeschichten, wenn mich irgendetwas bedrückt, baue so die ganzen Emotionen ab. haltet mich jetzt net für nen freak ^^


-Sinn des Lebens-

Für mich selbst ist der Sinn des Lebens etwas Zwiespältiges. Einerseits glaubt man ihn in den Bedürfnissen des Menschen gefunden zu haben, ein erfülltes Leben zu führen, doch andererseits beginnt man zu überlegen was der Mensch für dieses erfüllte Leben alles zu zerstören vermag.
Ist die Umweltverschmutzung der Sinn des Lebens? Ist es der Krieg?
Ich denke nicht und doch scheint es eng miteinander verknüpft zu sein.
Daher ist es auch schwer zu sagen ob der Sinn des Lebens nun nur im eigenen Glück zu finden ist oder auch in der Erkenntnis wie es allen Menschen ergeht oder gar wie man deren Leiden eventuell mindern kann. Klar ist es zwecklos, egal wie viele auch noch so gute Vorsätze man als Einzelner hat, ist man alleine doch außer Stande etwas dagegen zu tun. Vielleicht ist der Sinn des Lebens daher der Zusammenhalt der Menschen, eine Art Familie, nur mit der Einstellung dass wir doch alle gemeinsame Ursprünge haben.
Doch was, wenn jeder einen dieser guten Vorsätze in sich tragen würde?
Es wäre zumindest eine andere Sicht, die jedoch die Frage aufwirft ob man mit den verschiedenen Vorsätzen auch im Stande ist auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.
Erschwert wird es noch durch die Tatsache, dass es nicht immer nur gute Vorsätze sind, die in einem schlummern, denn dazu stoßen meist noch Eifersucht, Neid, Hass. Alles Gefühle, die einen vom eigentlichen Ziel abbringen könnten.
Eine Möglichkeit wäre es jedoch auch, dass es gar keinen Sinn im Leben gibt.
Albert Camus machte dazu folgende Aussage: „Die Aufgabe des Menschen ist es, gerade in dieser Sinnlosigkeit Selbstverantwortung zu übernehmen und Glück zu finden.“
So kann man es sich meiner Sicht nach auch zum Ziel machen einen Sinn im Leben zu finden oder zumindest darauf hinzuarbeiten. Folglich könnte das Leben sinnlos sein, wäre aber nicht dazu verpflichtet. Man kann etwas verändern - oder eben nicht. Daher könnten es auch Entscheidungen sein, die denn Sinn des Lebens ausmachen.
Zum Schluss greife und bestätige ich noch die Meinung der Existentialisten wie Sartre und Camus auf, das Leben sei absurd, da unsere endliche Existenz mit ihren alltäglichen Aktivitäten im Angesicht des Universums ohne jede Bedeutung sei. Daher müsse sich der Mensch selbst einen Sinn geben – in eigener Verantwortung und Freiheit.
Marvin
Ich find mein Buch einfach genial. Darum muss ich mal wieder Zitieren ^^'
Zitat:

"Altersgrau ist die Frage nach Sinn und Zweck der Erdenwanderung. Wer kann sich rühmen, sie restlos gelöst zu haben? Wohl versuchen Religion und Philosophie das Rätsel unseres Seins zu ergründen. Soviel Systeme - so viele Wiedersprüche.

Wie wenig Befriedigendes wird geboten - und wie viel kritiklose Hinnahme wird gefordert.

Wem blindgläubiges Führwahrhalten nicht gegeben, irrt "glaubenlos" durchs Leben fragt erst recht nach dem "Warum" seiner Erdenexistenz.

Wozu das Ganze? - Wofür der Aufwand? - Die Mühsalen, die Qualen der Kampf um "tägliche Brot", dieses erbarmungslose Ringen um die Existenz, dieses zermürbende Gejage tagaus, tagein, diese hastende Angst, das Leben zu erhalten - bis es dem natürlichsten aller Gesetze zum Opfer fällt, bis das ewige Vergessen uns hinweggeweht hat.

Wozu dann eigentlich der unbändige Lebenstrieb vorher? Das leidenschaftliche Wollen, das gierhafte Wünschen, das nie zu stillende Begehren? Machtrausch und Sinnenkitzel? Freudentaumel und Erfolg, tränenbanges Sehen, sinnloses Verzweifeln...?

Aber auch die Regungen edlerer Natur: Das Streben nach Harmonie, nach Weistum, Schönheit, Kunst, nach Entfaltung wahren Menschentums.

Wozu die Anstrengung, wenn das Grab Schlussstein und Grenze?

Der Atheist weiß auf diese Frage keine Antwort. Ihm sind Welt und Sein blinde Zufälligkeit ebenso blinder Naturgesetze. Er fragt nicht viel nach dem Wie und Warum. Einfach leben so gut man eben leben kann, genießen soweit es geht, je mehr, desto besser, da man, nie weiß, wie lange es währt.

Im Genuss, im Taumel des Erfolges mag diese Philosophie gelten. Wenn aber Verluste, Fehlschläge, Katastrophen uns umgrinsen, was dann? Wo sind Halt und Trost?

In noch größerer Rücksichtslosigkeit! Im hemmungslosen sich gehen lassen, im schonungslosen Kampf mit dem Schwächeren; im Triumph der Stärke und Gewalt!

Und dem im Lebenskampf Besiegten? Was bleibt ihm? Resignation und Verzweiflung...

Und das geistige Ringen? Der kulturelle Fortschritt? Wozu? Für Volk und Nation - begrenzt gedacht. Für die Menschheit - kosmopolitisch gesehen,

Die Menschheit? - Was ist ihr Zweck, ihr Ziel? Entwicklung! Fortschritt!

Evolution? Wofür? - Wo endet der Menschheit Weg? Im Chaos eines ersterbenden Planeten! So der Wissenschaftler.

Und wieder die bange Frage: Wozu das alle? Sinnlos der Entwicklungsgang des Einzelnen, da doch das Grab die erhabensten Gedanken, den stärksten Willen, den vollendesten Charakter verschlingen.

Und das Fortbestehen im Tun und Denken von Kind und Kindeskinder in der schier endlosen Reihe der Geschlechter? Ebenso sinnlos, da diese in das gleiche Grab steigen müssen.

Wo also bietet der Materialismus Halt in unseren Lebensnöten? Wo zeigt er uns hoffnungsreiche Perspektiven, die hinausführen aus dem Grau des Alltags?

Kann es die Religion?

Ein gläubiges Gemüt vermag viel. Wer aber von uns Heutigen ist so gläubig? Wo spricht nicht der Verstand dagegen? Nehmen wir uns die nächstliegende Religion: das Christentum. Das Leben erscheint nicht mehr sinnlos. Es ist nicht mehr gleichgültig, gut oder schlecht zu handeln. Jedes Tun wird seinem Werte nach vergolten.

Wir sind nicht mehr allein in der vernunftlosen Weltallwüste. Eine denkende Kraft regiert die Gewalten der Natur. Gott ist unser Herr! Soweit schön und gut. Für den Gläubigen vollauf befriedigend.

Wer aber weiter denkt... Was ist das für ein Gott? Für leidlich gelebte, fünfzig, sechzig, siebzig Jahre, etwas weniger oder mehr gewährt er einen Himmel unvorstellbarer Seligkeiten. Und das in alle Ewigkeit.

Für die gleiche Spanne Erdsein droht dem Ungehorsamen, dem Missetäter fürchterlichste Pein, die grauenvoller keines Sadisten Hirn erdenken kann, die unsäglichsten Qualen durch alle Ewigkeiten...

Was muss das für ein Wesen sein? Mit welch grauenhaft gigantischen Proportionen rechnet es? Das kurze, ach so kurze Leben - und dieses jede Phantasie höhnende, unaussprechliche Äonenmaß! Wer kann da noch von Allgüte sprechen? Ja wer kann sich dieses Himmels freuen? Höchstens die hartgesottenen Höllenwächter. Diese aber dürften der Lehre nach nicht hinein.

Der Gute, der Fromme wird seiner Seligkeit kaum froh. Vielleicht weiß er sein Kind, die Mutter oder Frau, den Vater oder sonst wen Nahestehenden ausgesetzt der nie endenden Glut höllischer Schmerzen. Ja, muss ihn den Reinen, nicht Mitleid erfassen mit den armen Gequälten, die die ergehen weniger Erdenjahre durch Myriaden Zeitläufe büßen müssen. Und kein Ende. Nie ein Ende...

Muss dieses gigantische Strafausmaß die Seligen nicht rotz ihrer Himmelsfreuden zum Wahnsinn treiben? Kann sie die Gegenwart dieses Foltergottes wahrhaft erfreuen? Was müssen sie von dem "allgütigen Vater" denken, der zugleich ein Rachedämon von entsetzlichem Ausmaß ist. So also steht es mit der Güte, mit der grenzenlosen Liebe des Gerechtesten der Gerechten.

Wäre er wenigstens gerecht !

Gäbe er uns wenigsten die gleichen Chance auf dieser Weltinsel; gleiche Geistes- und Charaktergaben, gleiche körperliche Vorzüge; dieselben sozialen Voraussetzungen, das selbe Maß an Glück und Leid.

So aber...
Wie leicht wird es dem einen gemacht; gutes Elternhaus, überdurchschnittliche Begabung, charakterlich einwandfrei. Und jener; asozial das Elternhaus, Sklave nicht zu bändigender Triebe, vom Missgeschick verfolgt.

Die eine Generation durchlebt eine Friedensperiode, blühende Wirtschaftslage, kultureller Aufstieg. Die andere ringt mit Krieg, Hunger, Seuchen, Nöten, sittlichem Niedergang. Hier ein Volk im Aufstieg, dort im Verfall.

Wozu weiteres anführen, genügsam kennen wir das Leben. Ungleich die Schicksale, ob Einzelschicksal oder Völkergeschick.

Immerhin hat der Bösewicht von heute dem Schurken aus grauen Vorzeittagen einiges voraus. Mehr noch jener, hart an den Granzen der letzten Menschheitstage. Manch Jahrtausend an höllischer Qual bleibt ihm erspart. Nicht durch Verdienst; durch reinen Zufall bloß.

Der Gute, der verspätet auf dem Erdenplan erscheint, ist ebenso betrogen wie der Bösewicht, der der erste sein musste in der langen Menschheitskette.

Der Denkende meditiere darüber unvoreingenommen. Nicht Lästerung, logisch, klares Erfassen führt zu diesen Schlüssen.

Kann dies der wahre Zweck des Lebens sein? Gewiss mag er in mancher Hinsicht mehr befriedigen als die atheistische Zwecklosigkeit unseres Erdenseins. Verleiht er doch jedem Höherstreben Sinn; beraubt uns nicht jeder Hoffnung.

Aber kann ein solch Gottesbegriff restlos befriedigen? Ist er für ein ethisches Gemüt tragbar? Gibt es nicht eine vernünftigere Vorstellung vom wahren Zweck unseres Erdenwallens? Eine Lehre, die dem Gerechtigkeitsempfinden mehr entspricht?
Asariels Tochter
Nun ich denke mitlerweile das alles im Leben einen Sinn hat. Irgendwie hängt alles zusammen, wir sind wie Zahnräder in einem riesigen Uhrwerk.

Ich habe mal in einem anderen Forum ne Sig. gelesen, die es ganz gut beschreibt :
" Wenn es das Richtige ist, wird es geschehen,
wenn nicht, war es nicht das Richtige."

Ich denke das trifft es so ziemlich. Wir alle haben hier eine Aufgabe und wenn es nur darum geht das wir es sind die einen heruntergefallenen Ast zur Seite räumen über den sonst jemand gestolpert wäre der unglücklich gefallen wäre im Koma läge und niemals ein Mittel gegen Krebs gefunden hätte, wie es seine Bestimmung wäre.

Ich glaube der Sinn des Lebens besteht darin zu überleben, zu beweisen das man das Paradies nach dem Tod verdient hat fröhlich
Ludi
Ich selber glaube dass es keinen solchen sinn gibt. Ich gehe meinen Gefühlöen nach, will Glücklich sein und ich will "leben" heißt also meinen spaß haben und ohne sorgen das leben genießen.

Das geht aber nur wenn alles in ordung ist, dass heißt, dass ich meine schule ordendlich machen muss, dass ich mit keinem so richtig streit habe usw. und dann kann ich das leben genießen.

Daraus ergibt sich für mich mein weg. Ich mache meine Pflichten und habe so meinen Spaß
EDID: Natürlich klappt das manchmal nicht so ganz richtig wies sollte doer wie ich es will aber daraus ergibt sich erst richtig das leben finde ich solche dinge dann in ordung zu bringen die nicht in ordunmg sind.
Spiky
Zitat:
Original von Death Silence
Und naja...irgendwie glaube ich, dass einige Dinge im Leben einfach so geschehen müssen, damit mit zu dem wird, was man werden soll.... Ich versuchs mal zu erklären wie Buffy*g* Also....ich bin ein Kuchenteig....und ich forme so langsam vor mich hin und bekomme die Zutaten im Laufe der Jahre....und eines Tages werde ich dann erkennen......ich bin fertig...ich bin ein Kuchen.... Ein Kuchen mit guten und schlechten Seiten. Ach, lassen wir diese Kuchen-Analogie....:doof:

Und irgendwie...Beginn ist die Geburt und das Leben könnte sowas wie ein langsames Sterben sein und, wenn der Tod dann eintrifft, ist man endlich tot....... Das Leben könnte sowas, wie ein ggaaaannnzzz langsames Dahinsterben sein.....die Schönheit verblaßt.....die Kräfte schwinden.....

Was ist für euch der Sinn des Lebens.?


Also ich liebe Buffy und finde Dein "Sozusagen-Zitat" aus Chosen echt super und es passt ja auch sehr gut zum Thema und zu der Meinung, die Du dazu hast.

Sinn des Seins? Ich finde man kann da so lange drüber nachdenken und letztendlich ist man doch nur genauso schlau wie vorher. Man weiß es nicht.
Ich denke eh immer zu viel nach und mach mir tausend Gedanken und dann lieg ich bis spät in die Nacht wach oder träum schlecht oder hab einfach nur Panik.
Naja es ist aber schon irgendwo so, dass diese Kuchen Analogie doch das Einzige ist, was nachvollziehbar und sinnvoll klingt. *g*
Anubis
Sinn des Lebens:

Die wichtigste Vorraussetzung für den Sinn des Lebens ist die Existens von Leben.

Was macht Leben aus?
Denn eigentlich ist jedes Lebewesen nur eine Maschine: Es bekommt Input, und macht was (evlt. interne Zustandsänderungen), evlt. kommt mal Output. Eine Maschine tut nichts anderes als das. Und eine Maschine bezeichnen wir gewiss nicht als Lebewesen.
Leben existiert also nur aus bestimmten Blickwinkeln. Oder ist das nur eine Fehlintepretation??
Existiert der Perfekte Kreis, nur weil wir einen Kreis als solchen betrachten?

Solange die Existens von Leben nicht sicher ist, mache ich mir keine Gedanken über einen Sinn.

Apropo "Sinn":
Was heiß "Sinn"?
Ist damit eine Art Aufgabe/Bestimmung gemeint, oder nur eine notwendigkeit für etwas anderes?
Ludi
Ich glaube jeder hat seinen Sinn im Leben.
Vllt ist der nicht vorbestimmt aber ihn gibt es und jeder wird ihn finden wenn er sich nicht davor verschliesst
Papa Schlumpf
Hat jemand mal den Film: Ist das Leben nicht schön? gesehen?

Ich finde der Sinn des Lebens wird dort ziemlich gut "umschrieben".

Der Wohltäter, Arbeitgeber und Familienvater George Bailey steht kurz vor dem Bankrott. Da er dank seiner Lebensversicherung tot mehr wert ist als lebendig will er sich in einer schweren Existenzkrise das Leben nehmen. Sein Schutzengel Clarens hält ihn davon ab und zeigt George auf dessen Wunsch hin, wie die Welt aussehen würde, wenn er nicht geboren worden wäre:

- sein Bruder, dem er das Leben gerettet hat ist tot
-dieser widerum hat im 2. Weltkrieg hunderten das Leben gerettet, die jetzt auch tot sind
- seine Frau ist eine einsame Jungfer
- seine vier Kinder existieren nicht
- ein Mädchen, dem er Geld geliehen hat um ihr aus der Klemme zu helfen, wurde aus ihrer Wohnung geworfen und muss sich in einem Striplokal ihren Lebensunterhalt verdienen
- Die von George gebauten Obdachlosenheime existieren nicht, weil ein machthungriger Kapitalist die Bank seines Vaters erst in den Ruin getrieben und dann aufgekauft hat
- ein guter Freund von George, der Barkeeper Nick, ist ein kaltherziger und brutaler Mann geworden
-.....


Was ich damit sagen will. Auch wenn man meint, sein Leben sei sinnlos, sollte man immer sein Bestes geben und weiterkämpfen. Denn auch wenn man es selbst nicht so mitkriegt. Für viele Menschen ist man trotzdem etwas ganz Besonderes und enorm wichtig. Und alleine für die Menschen zu leben die man liebt ist für mich Anreiz genug nicht aufzugeben.

Deshalb werde ich auch an dem Tag, an dem ich aufhöre zu lieben, aufhören zu leben...